DIE ZUSAMMENFASSUNG

Im Werk von Nikolai Bagrownikow ist zum erstenmal in der Wissenschaft Rub lands ausfü hrlich die kü nstlerische und allge-meinkulturelle Bedeutung des hervorragen-den Denkmales der europä ischen Kultur der ersten Hä lfte des XVI Jahrhundertes – der Bibel in niederdeutschen Sprache, die in der Hansesstadt Lü beck bei Ludwig Ditz in den ersten Tagen des Aprils 1534 verlegt wurde, untersucht. Es handelt sich um die frü heste Verö ffentlichung des hervorragenden Werkes von Martin Luther: die volle Ubersetzung der Bibel ins Deutsche die Ausgabe, die vom bedeutensten norddeutschen Kü nstler Erhard Altdorfer (1490 – 1562) in der Technik des Holzschnitts illustriert wurde.

Die komplexe Forschung der Lübecker Bibel als des Buchwerksdenkmals und ihrer Illus-trationen ermö glichte dem Verfasser ein eind-rucksvolles Bild der Geschichte der kul-turellen Bewegung in Deutschland in der Zeit der Reformation zu schildern.

der kü nstlerischen Entwicklung von Erhard Altdorfer charakterisiert. Diese Charakteristik verwirklicht sich auf dem Grund der Rekonstruktion der Eindrü cke von der Natur und der Kunst Norddeutschlands, die bei dem Kü nstler in Zusammenhang mit dem Ubersiedeln nach Schwerin entstehen k nnten. In ihrem zweiten Teil wird die Lü becker Bibel als Kulturdenkmal erforscht, das mit des Lö sung der Aufgaben des buchkü nstlerischen En-sembles verbunden ist. Auf dieser Grundlage sind die ä sthetischen Vorzü ge der polygraphischen Kunst der Schö pfer der Lü becker Bibel gezeigt.

Das zweite Kapitel des Buches ist den Besonderheiten des Durchlesens und der Interpretationen vom Künstler des Textes der Luther bersetzung, der Besonderheit des Zusammenwirkens der Traditionen der Gotik und der Renaissance in der kü nstlerischen Sprache der Illustrationen des Olden (Alten) Testaments gewidmet. Dabei werden die kü nstlerischen Vorzü ge der Holzschnitte von E.Altdorfer und das in ihnen Zusammenwirken des Echten und des aus vorangehenden Ausgaben Entlehnten demonstriert.

Das dritte Kapitel der Monographie ist dem Weltbild und der Men-schengestalt in den Holzschnitten für das Neue Testament gewidmet. Hier werden die Arbeiten von Erhard Altdorfer und Albrecht Dü rer gegen-ü bergestellt. Auf Grund dieses Vergleiches werden die Rolle und die Bedeutung der Tradition und der Inovation in “Der Apokalypse” der Lübecker Bibel und ebenso in den Gestalten der Christi-Schü ler, in den Evangelien, den Apostelgeschichten und den Apostelnbriefen untersucht.

In Schlub folgerungen des zweiten und dritten Kapitels wendet sich der Autor zur Betrachtung des breiteren Bildes der künstlerischen Interessen der Epoche an Beispielen der deutschen und niederlä ndischen Kunst.

In der Zusammenfassung der Monographie werden die theoretischen Verallgemeinerungen, die sich auf Besonderheiten des schö pferischen Denkens von Erhard Altdorfer, sowie auf Besonderheiten des Zusammen-wirkens der Renaissance und der Reformation in der deutschen Kultur des XVI Jahrhunderts angefürt.

Die Grundthesen der Monographie:

Der Drucker Ludwig Ditz aus Rostock als Anhä nger der Reformation in Lü beck und im Niederdeutschland befand sich auf dem Vorderrand des Kampfes. Er verstand die Bedeutung der Heiligen Schrift für seine Zeit und Begrif die mit ihr verbundenen Forderungen zur Gestalt der ersten Ausgabe der ersten ganzen Luther-Bibel. Er berü cksichtigte die Besonderheiten des Textes, seine Anordnungsweise auf den Seiten, strebte nach dem maximalen Effekt in der Sphä re der ä sthetischen Wirkung der Schrift. Am Anfang der 30-ger Jahre des XVI Jahrhunderts verwirklichte Ludwig Ditz nur mittels der Erfahrung, in der Praxis, jene hohen Prinzipien der typographischen Kunst, die seine Landsleute nur in den 20-ten Jahren des XX Jahrhunderts verstanden haben.

Erhard Altdorfer gehö rt zur jü ngeren Generation, die den Grundvertretern der deutschen Renaissancekunst folgte. Als Künstler der Donauschule, hat er sich die renaissance-panteistische Erscheinung der Welt angeeignet, und in seinen Werken sie verwirklicht. Von diesem Standpunkt aus gehört er, wie auch sein ä lterer Bruder Albrecht Altdorfer, zur deutschen Wiedergeburt.

Doch zeigte sich die Renaissanceweltanschaung von Erhard Altdorfer nicht nur in seinem Universalismus, in der panteistischen Auffassung, und in Darschtellung der Natur. Sie war sehr durch entwickelte Elemente der Volksfaschungskultur dargestellt.

Erhard Altdorfer als geschickter Zeichner, als Meister der Holzschnittes und Kupferstiches, Maler und Architekt, verkö rpert mit seiner vielseitigen Individualität und seinem dialog-sch ö pferischen Denken die Zeit der Wiedergeburt und Reformation. In den Holzschnitten zur Lübecker Bibel hat er ihre neue Synthese in der ersten Hälfte der 30-ger Jahre des XVI Jahrhunderts verwirklicht.

Die Holzschnitte von Erhard Altdorfer zur Apokalypse der Lübecker Bibel werden auf den schöpferischen Entlehnungen und der Verarbeitung des berühmten Holzschnittes von Düündet. Deshalb hat Erhard Altdorfer die Illustrationen geschaffen, denen keine von seinen Vorg ä nger aus Wittenberg gleich ist. Es existieren Gründe, zu sagen, da b im historischen Aspekt “Die Apokalypsen” von Albrecht Dürer und Erhard Altdorfer die künstlerische Einrahmung der Zeit vor der Reformation und der zweiten Periode der Reformation in Deutschland darstellen: von dem ersten Auftreten von Luther in Wittenberg bis zum Anfang des bäuerlichen Krieges und von der Niederlage der Bauer bis zur Melanhton-Eröffnug der Konfession (Glaube) in Augsburg (1530).

Eine besondere Stelle im Schaffen von Erhard Altdorfer haben die Illustrationen zu “Reynke Vosz”. Sie bewahren diese Bedeutung auch heute. In ihnen wurden die Grundlagen des Stils der europäischen Illustration für das Kinderbuch gestaltet.

Die Monographie wird mit einer gro b en Anlage beendet, die die Angabe über die Ausgaben der Ubersetzungen der Bibel von Martin Luther, die Information über die bewahrten Exemplare der Lübecker Bibel und die ausfü hrlichen Angabenü ber die im Text erwähnten ber ühmten Namen ent-hält.

"Нижегородский коммерческий институт"
http://www.nnki.ru/
2002 г.